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Informationen

Zum Thema Atemschutzmasken gibt es derzeit viele Informationen. Welche Masken es gibt, wer sie wirklich braucht

Welche Masken unterscheidet man?

Seit der Ausbreitung des Coronavirus wird viel über Atemschutzmasken gesprochen und berichtet. Dabei ist nicht immer klar, um welche Masken es genau geht: Denn vom einfachen Mundschutz bis zur medizinischen Schutzmaske (N95 / KN95) ist die Nachfrage derzeit groß. Und auch wenn einfache Masken vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus quasi nicht schützen, werden sie teilweise zu hohen Preisen im Internet versteigert.

In den Kliniken benutzt werden derzeit vor allem zwei Maskentypen: einfache OP-Masken aus Vlies, die die Patienten etwa bei einer Operation schützen sollen, sowie Schutzmasken der Standards N95. Diese bestehen aus festerem Material und können teilweise ein Atemventil haben. Das Coronavirus sei recht klein, erklärt der Sprecher, nur die N95-Masken seien so gebaut, dass es nicht durchkomme.

Wer benötigt Atemschutzmasken?

Es gibt vor allem zwei Fälle, in denen das Tragen einer Schutzmaske sinnvoll ist. Dringend notwendig ist es vor allem beim medizinischen Personal „im Sinne des Arbeitsschutzes“. Um mit infizierten Patienten arbeiten zu können, ohne sich selbst anzustecken, braucht das Personal die N95-Masken – ansonsten könnte eine medizinische Versorgung in den Krankenhäusern schwierig werden.

Der zweite Fall tritt ein, wenn sich eine erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss. Dann könne das Tragen einer Maske zwar die Ansteckung anderer nicht vollständig verhindern. Es könne jedoch die Ansteckungsgefahr minimieren, da infektiöse Tröpfchen beim Husten oder Niesen von der Maske etwas abgefangen werden. Dafür ist es wichtig, dass der Mundschutz möglichst fest sitzt und gewechselt wird, sobal er feucht ist. In CHina wurde im Februar und nun auch in immer mehr europäischen Ländern wurde eine Schutzmasken-Pflicht in größeren Städten eingeführt, um die Ausbreitung des Virus so zu verlangsamen.

Das BAG und die Weltgesundheitsorganisation raten vom Tragen eines Mundschutzes ab, wenn jemand nicht erkrankt ist. Dies schütze nicht vor einer Ansteckung mit Viren; zudem entstehe ein falsches Sicherheitsgefühl. Der Träger laufe Gefahr, die wichtigen Hygienemaßnahmen wie etwa Händewaschen zu vergessen.

Wie viele Masken pro Tag werden in Kliniken und Praxen gebraucht?

Genau sagen kann das derzeit niemand. Die N95-Masken werden normalerweise beim Kontakt mit infizierten Patienten sowie Verdachtsfällen getragen. Als Tragedauer werden zwei Stunden empfohlen, spätestens dann sollen sie abgelegt oder gewechselt werden. In der Schweiz hat das Nationale Zentrum für Infektionsprävention den Krankenhäusern angesichts der derzeitigen Lage empfohlen, die Masken bis zu acht Stunden zu tragen – auch wenn das aufgrund der Feuchtigkeitsbildung nicht komfortabel sein dürfte.

Warum drohen Engpässe bei den Schutzmasken?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Ein Großteil der Atemschutzmasken aller Art wird in Asien, vor allem in China, produziert. Laut dem chinesischen Innenministerium können die Fabriken dort rund 20 Millionen Masken pro Tag produzieren – um welche Maskenarten es sich genau handelt, ist nicht bekannt.

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Konzern Drägerwerk hingegen lässt seine FFP-Masken in Schweden und Südafrika produzieren. China hat derzeit zudem selbst einen enorm hohen Bedarf an Schutzmasken – nicht nur, weil es noch viele Covid-19-Erkrankte gibt und das medizinische Personal sie braucht, sondern auch aufgrund der Regelungen in einigen Provinzen. Demnach müssen Firmen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten oder wieder aufnehmen zu können, mancherorts einen gewissen Lagerbestand Schutzmasken für die Mitarbeiter vorweisen.

Ein weiterer Grund ist anscheinend der geringe Lagerbestand in einigen Arztpraxen und Krankenhäusern. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Laumann bezeichnete es als blamabel, dass Krankenhäuser nicht genügend Atemschutzmasken und Schutzanzüge für ihr Personal eingelagert hätten. Die Krankenhäuser hätten elementare Arbeitsschutzverpflichtungen verletzt, so der Minister.

Zudem führen vermehrte Masken-Käufe von Privatpersonen sowie von Händlern, die sich Profit versprechen, zu geringeren Lagerbeständen und höheren Preisen.

Wie steht es um die Versorgung mit Schutzausrüstung in Europa?

Neben der Schweiz haben auch andere Länder Maßnahmen ergriffen, um Engpässen – etwa bei Atemschutzmasken – vorzubeugen. So hat Frankreich alle Vorräte sowie die Produktion von Atemschutzmasken beschlagnahmt. Die Masken sollen an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen verteilt werden. Die tschechische Regierung verbot neben der Ausfuhr bestimmter Atemmasken am Donnerstag auch den Export von Desinfektionsmitteln.

Aus der EU kam Kritik an den deutschen Exportbeschränkungen für Atemschutzmasken. Diese Art einseitiger Maßnahmen berge das Risiko, den „kollektiven Ansatz“ der EU zu untergraben, warnte EU-Katastrophenschutzkommissar Lenarcic am Freitag bei einem Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel.